*** Secop - die DDR Kopierer von Secura Berlin ***
www.secop.de
Bericht über eine weitere Rettung eines SECOP 3004R
Vor einigen Tagen bekam ich einen Anruf von einem Besucher dieser Webseite .
Er hatte gelesen, dass ich vor einiger Zeit schon einmal einen SECOP Kopierer vor dem Verfall/Verschrotten "gerettet" hatte.
Im Gespräch stellte sich heraus, dass in dem Betrieb, wo er arbeitet, noch ein originaler und vollständiger SECOP steht!
Ich konnte es kaum glauben, da ich bereits seit Jahren erfolglos in ganz Ostdeutschland danach suchte und bisher nur einmal fündig wurde, siehe hier !
Er sagte, er kenne einen Standort eines SECOP 3004R, wo seit 1998 keiner mehr drin war bzw. das Gerät stillstand.
Zu allem Glück war das nur ca. 200 KM von mir zu Hause entfernt, also für echte Sammler keine Entfernung!
Wir verabredeten uns erstmal per Email um die weiteren Dinge zu besprechen.
Da ich unbedingt diesen SECOP haben wollte, wartete ich nicht lange und besorgte mir paar Tage später gleich einen Transporter .
Da das Wetter heute (20.01.2009) recht gut war, fragte ich einen Freund, ob er mitkommen würde und ab ging die Fahrt .
Relativ schnell ging es in Richtung Berlin über die A2.
Nach ca. 1,5 Stunden Fahrzeit waren wir auch schon in Potsdam angekommen.
Ca. 10 km ging es dann noch durch die schöne Potsdamer Innenstadt und kurze Zeit später trafen wir schon auf Ingo T. (dem freundlichem Vermittler).
Er führte uns durchs Gebäude (eines der größten Forschungslabore Deutschlands auf dem Gebiet der Landwirtschaft) nach oben zum Büroraum, wo der Secop stehen sollte.
Als ob ich es geahnt hätte, dort hinauf führte (zwar nur eine) Treppe die aber, wie konnte es anders sein, sehr sehr steil und eng war.
Aber gut, Augen zu und durch dachte ich, die 50 KG für jeden (Ein SECOP wiegt knapp 100 KG) wirste schon irgendwie schaffen, früher war das ja mein täglich Brot.
Wir kamen also nach oben und da stand er, mein heiss erwarteter SECOP !!
Wir beide verstanden uns von Anfang an gut. :)
Alles noch in super Zustand, alles Zubehör dabei, sogar die beiden Schlüssel für den Schlüsselschalter und alle Kassetten.
Es war auch nichts verbeult, von außen her wirklich so, wie man ihn vor 10 Jahren ausgeschalten und verlassen hatte!
Dann kam der unangenehme Teil, nämlich das Monster nach unten zu tragen (buckeln). Dazu gibts hier + hier + hier + hier ein paar Fotos.
Da das ganz schön schlauchte, sah ich mich nach einer bequemeren Möglichkeit für die letzten Meter bis zum Transporter um.
Wie bestellt sah ich da plötzlich einen kleinen Gummiwagen , das passte gut!
Nun war es nur noch ein Klacks und der SECOP war im Transporter !
Da der Secop dort auf einem speziellen Untertisch stand, fragte ich an, was denn mit dem Tisch passieren solle.
Die Antwort hörte ich gerne und wir holten den massiven Eisenunterschrank auch noch von oben.
Der war mit seinen geschätzen 40 KG ein Kinderspiel.
Nun war also alles im Transporter und wir waren auch glücklich.
Nach kurzer Verabschiedung und Bedankung ging es gleich wieder zurück Richtung Magdeburg/Staßfurt.
Zu Hause angekommen waren nochmal ca. 50 Meter vom Eingangstor bis zum Carport per tragen angesagt, was aber wie man sehen kann , kein Problem war.
Nun steht er erstmal hier im Carport und ich werde mich demnächst näher damit beschäftigen.
An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an meinen zuverlässigen Helfer Kai, an Herrn Ingo T. für die Vermittlung sowie an die Firma Lammek für den Transporter!
Wie mir Herr Ingo T. noch erzählte, gibt es in Deutschland nur noch 4 oder 5 solcher kompletten Geräte - 2 davon sind zumindest in sicherer Hand - bei mir!
Beste Grüße
Tobias